
E968 | Erythrit
Die Risiken
Wird Erythrit im Übermaß konsumiert, verursacht es aufgrund der schweren Verdaulichkeit Darmbeschwerden und Durchfall. Überdies kann es beim Verzehr von mit Erythrit gesüßten Lebensmitteln in äußerst seltenen Fällen zu allergischen Reaktionen kommen.
Dokumentiert ist ein Einzelfall in Südkorea, bei dem eine Frau mit einem schweren anaphylaktischen Schock in die Notaufnahme kam, der sich hinterher eindeutig auf das in einem Fruchtsaftgetränk enthaltene Erythrit zurückführen ließ.
Neue Untersuchungen haben den Verdacht aufkommen lassen, dass Erythrit das Risiko für Herz-Kreislaufkrankheiten erhöhen könnte, weil der Stoff offenbar die Blutgerinnung fördern und so zu Durchblutungsstörungen führen kann.
Trifft es mich?
E 968 ist sehr vielseitig. Es süßt etwa zuckerfreie Schokolade oder Diätmarmeladen, kann auch als Geschmacksverstärker wirken, dickt Fertigsuppen oder Milchprodukte an und wirkt als Stabilisator, Füll- oder Trägerstoff. Weil es stark Wasser bindet, kann man es sogar in der Produktion von Trockenobst oder Trockengemüse verwenden.
Als Zuckerersatz in Pulverform wird es in Deutschland auch als Tafelsüße verkauft, wie Xylit (E 967) unter der Bezeichnung »Xucker« oder »Neue Süße«.
Oft wird es in Kombination mit Xylit oder den stark süßenden Stevioglykosiden (E 960) eingesetzt.
Was ist es überhaupt?
Erythrit gehört zur Gruppe der Zuckeralkohole und ist ein sogenannter Zuckeraustauschstoff. Er wird aus Glukose oder Haushaltszucker mit Hilfe von Hefepilzen gewonnen, die auch gentechnisch verändert sein können. Es hat nur etwa 70 Prozent der Süße von Haushaltszucker. Im Vergleich zu anderen Zuckeraustauschstoffen soll es etwas leichter verdaulich sein. Außerdem ist es koch- und backfest.
Hinweis
Zusatzstoffe dienen nicht den Konsumenten, sondern den Herstellern industrieller Nahrung. Sie sollen in erster Linie die Haltbarkeitsdauer verlängern und die Kosten senken. Der menschliche Organismus braucht solche Chemikalien nicht. Einen gesundheitlichen Nutzen für die Verbraucher haben sie ebenfalls nicht. Viele der Zusätze können sogar die Gesundheit gefährden.
Die zugelassenen Zusatzstoffe gelten gleichwohl als unbedenklich – jedoch nur bis zu einer bestimmten Menge. Eine absolute Unbedenklichkeitsgarantie geben die Behörden nicht, da sie weder über die eingesetzten Mengen in den einzelnen Lebensmittel noch über die gesamten Verzehrsmengen Bescheid wissen.
Jeder muss also selbst wissen, was er sich zumutet.
DR. WATSON hilft dabei.
DR. WATSONs Urteile sind fachlich fundiert und verständlich formuliert.
Für die DR. WATSON Zusatzstoff Datenbank hat das DR. WATSON Team tausende von wissenschaftlichen Studien ausgewertet, beurteilt und die Ergebnisse von überprüfen lassen.