
E969 | Advantam
Die Risiken
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rät von zuckerfreien Süßstoffen ausdrücklich ab. Die Süßstoffe hätten keine langfristigen Vorteile für die Figur und sogar „potenziell unerwünschte Auswirkungen“ auf die Gesundheit, so etwa ein erhöhtes Risiko für Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und sogar vorzeitiges Ableben. Die Empfehlung gilt für alle Menschen mit Ausnahme von Diabetikern.
Die Experten der Organisation hatten dafür alle vorliegenden wissenschaftlichen Studien zu Risiken und Nebenwirkungen verschiedener Süßstoffe ausgewertet: Acesulfam K (E950), Advantam (E969), Aspartam (E951), Cyclamat (E952), Neotam (E961), Saccharin (E954), Stevia (E960) sowie Sucralose (E955).
Laut der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA ist der Zusatzstoff bis zu einer täglichen Aufnahmemenge von 5 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht völlig unbedenklich. Die durch den Zusatzstoff im Körper freigesetzte Menge Phenylalanins ist sehr gering, so dass der Hinweis auf eine Phenylalaninquelle für die an der seltenen Phenylketonurie erkrankten Menschen, so wie etwa beim Aspartam, nicht notwendig erschien. Die Begrenzung der täglichen Aufnahmemenge erfolgte aus Sicherheitsgründen, da Advantam in Tierversuchen in großen Mengen verabreicht Lähmungen des Darms verursachte.
Trifft es mich?
Advantam wird in reiner Form als Tafelsüße angeboten und ist für den Einsatz in zahlreichen Lebensmitteln in jeweils begrenzten Mengen zugelassen. In zuckerfreien Kaugummis sind bis zu 400 Milligramm pro Kilogramm erlaubt. In anderen Lebensmitteln, wie etwa Speiseeis und Milchprodukten, Marmeladen, Konfitüren, Bonbons, Frühstückscerealien, Diätbackwaren oder Senf und Knabberprodukten, variieren die zugelassenen Mengen zwischen 2 und 60 Milligramm pro Kilogramm.
Was ist es überhaupt?
Advantam ist seit 2013 in der EU zugelassen und gilt als der Zuckeraustauschstoff mit der höchsten Süßkraft. Es ist etwa 20 000- bis 30 000-mal süßer als Haushaltszucker und etwa 100-mal süßer als Aspartam.
Advantam kommt in der Natur nicht vor und ist ein reiner Designerstoff, der bei der chemischen Reaktion von Aspartam, Propionaldehyd und Isovanillin entsteht.
Er dient als Süßstoff und zudem als Geschmacksverstärker für Zitronen- und Minzaromen. Mit Advantam lassen sich auch unerwünschte Bitternoten im Lebensmittel kaschieren.
Hinweis
Zusatzstoffe dienen nicht den Konsumenten, sondern den Herstellern industrieller Nahrung. Sie sollen in erster Linie die Haltbarkeitsdauer verlängern und die Kosten senken. Der menschliche Organismus braucht solche Chemikalien nicht. Einen gesundheitlichen Nutzen für die Verbraucher haben sie ebenfalls nicht. Viele der Zusätze können sogar die Gesundheit gefährden.
Die zugelassenen Zusatzstoffe gelten gleichwohl als unbedenklich – jedoch nur bis zu einer bestimmten Menge. Eine absolute Unbedenklichkeitsgarantie geben die Behörden nicht, da sie weder über die eingesetzten Mengen in den einzelnen Lebensmittel noch über die gesamten Verzehrsmengen Bescheid wissen.
Jeder muss also selbst wissen, was er sich zumutet.
DR. WATSON hilft dabei.
DR. WATSONs Urteile sind fachlich fundiert und verständlich formuliert.
Für die DR. WATSON Zusatzstoff Datenbank hat das DR. WATSON Team tausende von wissenschaftlichen Studien ausgewertet, beurteilt und die Ergebnisse von überprüfen lassen.