
E104 | Chinolingelb
Die Risiken
Das in den USA, Australien und Norwegen in Nahrungsmitteln verbotene Chinolingelb kann kontaktallergische Reaktionen (Kontaktekzeme) auslösen. Zudem wirkte es in Reagenzglasversuchen nerven- und erbgutschädigend.
In weiteren Studien wurde festgestellt, dass Chinolingelb in der Lage ist, an unterschiedlichsten Eiweißstrukturen im Körper anzudocken, und so etwa die Funktionen und den Aufbau von Proteinen beeinträchtigen kann. Über die potenziell gesundheitsgefährdenden Folgen dieser Farbstoffeigenschaft ist sich die Forschung bisher noch nicht im Klaren.
Der Farbstoff kann auch Aluminium enthalten, ohne dass es auf dem Etikett angegeben ist. Das Metall steht im Verdacht, Demenzerkrankungen im Gehirn wie die Alzheimer- und Parkinsonkrankheit zu fördern. Es kann zudem wie ein weibliches Geschlechtshormon wirken und zählt daher zu den sogenannten Metallöstrogenen. Als solches kann es die Geschlechtsfunktionen beeinflussen und zu Übergewicht beitragen.
Aluminium kann auch die Darmfunktionen beeinträchtigen. Es kann die Zusammensetzung der Bakterien im Verdauungstrakt (das sogenannte Mikrobiom) verändern und die Immunabwehr stören. Bei Versuchen mit Mäusen hat sich gezeigt, dass es Entzündungen begünstigt und das sogenannte Reizdarmsyndrom fördert.
Trifft es mich?
E104 wird oft für grüne industriell hergestellte Lebensmittel verwendet und dabei mit Blau kombiniert. Man findet es etwa in Fruchteis, alkoholfreien Getränken, Süßwaren und Desserts.
Was ist es überhaupt?
Chinolingelb wird synthetisch produziert. Der wasserlösliche Farbstoff zeichnet sich durch große Stabilität gegenüber Licht und Hitze aus. Auch Fruchtsäuren können dem gelben Farbstoff nichts anhaben. Bei bestimmten Herstellungsverfahren kann auch Aluminium enthalten sein, er zählt dann zur Gruppe der sogenannten Aluminiumfarblacke.
Hinweis
Zusatzstoffe dienen nicht den Konsumenten, sondern den Herstellern industrieller Nahrung. Sie sollen in erster Linie die Haltbarkeitsdauer verlängern und die Kosten senken. Der menschliche Organismus braucht solche Chemikalien nicht. Einen gesundheitlichen Nutzen für die Verbraucher haben sie ebenfalls nicht. Viele der Zusätze können sogar die Gesundheit gefährden.
Die zugelassenen Zusatzstoffe gelten gleichwohl als unbedenklich – jedoch nur bis zu einer bestimmten Menge. Eine absolute Unbedenklichkeitsgarantie geben die Behörden nicht, da sie weder über die eingesetzten Mengen in den einzelnen Lebensmittel noch über die gesamten Verzehrsmengen Bescheid wissen.
Jeder muss also selbst wissen, was er sich zumutet.
DR. WATSON hilft dabei.
DR. WATSONs Urteile sind fachlich fundiert und verständlich formuliert.
Für die DR. WATSON Zusatzstoff Datenbank hat das DR. WATSON Team tausende von wissenschaftlichen Studien ausgewertet, beurteilt und die Ergebnisse von überprüfen lassen.